Freitag, 4. Mai 2018

April-Collage

 
Am Anfang des Monats, zu Ostern, noch fast winterliche Kälte. Vierzehn Tage später blüht und grünt es überall. Der Ahlsdorfer Park ist voller Buschwindröschen. Im Garten der Tochter tummeln sich fleißig Bienen.
Da mein Rücken noch immer nicht richtig verheilt ist, sieht es in meinem Garten noch etwas wie Kraut und Rüben aus. Der Gatte hat mir die alte Bank und den noch älteren Tisch repariert. Ich soll den Garten genießen - ja, wie, wenn man nicht lange sitzen kann.
Und was tun man, wenn Stehen die beste aller Daseinsformen ist? Man bastelt in der Küche herum, probiert sich an Süßspeisen. Die Tochter hatte noch eine Packung tiefgekühlter Stachelbeeren. Sehr lecker geworden. Passte hervorragend zum Schokokuchen, den die Tochter gebacken hat. Mit Johannisbeeren geht das sicher auch - wenn sie dann reif sind.
Meine Monatscollage schicke ich wie immer zu Birgitt - und ich hoffe sehr, es wird nicht das letzte Mal sein.
Euch allen ein schönes Wochenende
Lieben Gruß
Katala
P.S.: Morgen komme ich Euch wieder einmal besuchen.





Donnerstag, 5. April 2018

März


Der Monat hatte so gut angefangen, zwar bitterkalt aber sonnig. Der See war fest gefroren. Selbst wir haben uns aufs Eis gewagt.
Dann das wundervolle Bregovic-Konzert in Dresden. Das Einzige, das störte, waren die Stühle im Saal. Viel zu wenig Platz zum Tanzen.
Eine Woche später ein wundervoller Frühlingstag. Überall Schneeglöckchen. Die ersten Bienen wagten sich hervor.
Und dann war da die Wurzel, die ich unbedingt aus der Erde haben wollte. Ich habe gezerrt und gezogen, bis es geknackt hat. Der Gatte dachte, es wäre die Wurzel. Dummerdings war es mein Kreuz. Seither ist es so steif wie ein Brett. Jede Bewegung eine Lachnummer. Bücken geht gar nicht.
Die Tage ziehen sich wie Kaugummi, wenn man es in keiner Stellung lange genug aushält, um etwas Gescheites anzufangen. Es wird zwar langsam besser, doch bis alles wieder so funktioniert, wie es soll, wird es noch dauern.
Zum Glück war es den restlichen März zu kalt für den Garten. Am 28. hatten wir hier sogar noch einmal den ganzen Tag Schnee. Doch nun wird es Frühling und ich darf nicht in die Beete. Allerstrengstes Verbot. Ganz furchtbar.
Ein schöner Trost in dieser Misere ist die Osterkarte von Birgitt. Vielen lieben Dank dafür. Im Gegenzug kann ich im Moment leider nur die Collage zu Dir schicken.
Mindestens die nächsten vierzehn Tage werde ich mich vom PC noch fernhalten. Sitzen ist noch nicht so das Ding. Am besten ist Stehen - wie öde.
Euch einen schönen April
Lieben Gruß
Katala

Samstag, 31. März 2018

Freitag, 2. März 2018

Eisiger Febraur

Ein kalter Monat, dieser Februar. Richtiger Winter. Mit wenig Schnee, aber viel Sonne und viel Eis. Ein fauler Monat, weil wieder einmal der Rücken nicht so wollte wie ich. Und ein ziemlich blogfreier Monat, weil es im Zimmer, in dem der Computer steht, bei den Temperaturen der letzten Tage so kalt war, dass ich mit Stulpen an den Händen sitze musste, damit die Finger nicht einfrieren. Nun ist es wieder ein wenig wärmer und es wird Zeit für die Monatscollage, die Birgitt immer sammelt.


Nachdem ich Anfang des Monats bei Andrea gelesen hatte, dass man 10 000 Schritte am Tag gehen soll, kam ich etwas ins Grübeln. Wieviele Schritte gehe ich eigentlich pro Tag? Ein Schrittzähler musste her. Doch das Beste, das ich bisher geschaft habe, waren etwas über 5 000 Schritte. Schwache Kür.
Und was gibt es sonst noch zu berichten? Eigentlich nichts. Ich habe ein wenig mit meinem neuen Objektiv herumgespielt, einen Strauß mit Rüschen-Ranunkeln verschenkt und gelegentlich Besuch von meiner Balkonamsel bekommen. Das war's dann auch schon.
Mal schauen, wie der März so wird. Er fängt schon gut an, denn gleich geht es zum Bregovic-Konzert.



Lieben Gruß und ein schönes Wochenende
Katala

Donnerstag, 8. Februar 2018

Stadt - Land: Verkehr


Astrid hat mich drauf gebracht, dass Susanne vom Blog "Mamimade" in diesem Jahr ein bisschen zwischen Stadt und Land vermitteln möchte und darum jeden Monat ein Thema vorgibt, damit wir mehr darüber erfahren, wie das Leben bei den anderen so ist. Da ich dieses Projekt sehr spannend finde, mache ich mit.

Seit etlichen Jahren lebe ich auf dem Lande, inmitten von Wäldern und Seen in einer kleinen Ortschaft im Speckgürtel von Berlin. Die meiste Zeit meines Lebens wohnte ich in der Großstadt, doch irgendwann wollte ich, wie in meiner Kindheit, wieder einen Garten haben - so bin ich hier gelandet.
Wie viele Familien hier haben wir zwei Autos, da des Gatten und mein Tagesablauf meist sehr unterschiedlich sind.


Ohne Auto wäre ich hier aufgeschmissen. Innerhalb des Ortes könnte ich alles zu Fuß erreichen. Aber es gibt nichts innerhalb dieses Ortes, wo  ich hin müsste. Der nächste Laden ist etwa 45 Minuten Fußweg entfernt.  Mit dem Fahrrad wäre es ca. eine Viertelstunde. Da ich aber nie richtig das Fahrradfahren gelernt habe und mich mit dem Rad auf den großen Straßen unsicher fühle, ist das für mich keine Option. Ob ich auch mit dem Bus einkaufen fahren könnte, habe ich noch nicht herausgefunden. Ich habe es aber auch gar nicht groß versucht, so selten, wie ein Bus hier hält. Da ich nicht zu den organisierten Wochengroßeinkäufern gehöre, bin ich also mehrmals die Woche mit dem Auto unterwegs, nur um einzukaufen.

Zur Arbeit fuhr ich auch täglich mit dem Auto. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln hätte ich doppelt so lange gebraucht, mit einem Umweg über Berlin.


Die Anbindung an Berlin allerdings ist sehr gut. Speckgürtel halt. Alle Stunden fährt ein Zug die ganze Nacht hindurch. In einer halben Stunde ist man in Berlin am Ostkreuz. Mit dem Auto ist das nicht zu schaffen. Will ich nach Berlin, nehme ich also meist den Zug. Ich kann gemütlich aus dem Fenster schauen, alberne Fotos machen oder die Menschen beobachten. Es gibt keine Staus und vor allem nicht die nervige Parkplatzsuche, zumal ich, seit ich auf dem Lande lebe, das Einparken in die winzigen Lücken verlernt habe. Allerdings muss ich erst einmal zum Bahnhof im nächsten Ort und dafür nehme ich dann wieder das Auto.


Will ich ins Altenteil, also zu den Kindern, dann wäre ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bei einer optimalen Verbindung mit viermal Umsteigen zwischen Bus und Bahn nach knapp drei Stunden dort. Kommt man erst am Nachmittag los, muss man unterwegs übernachten. Erschwerend käme bei einer Fahrt mit den Öffentlichen zu den Kindern noch hinzu, dass es dort Rufbusse gibt, also Busse, die zu verkehrsarmen Zeiten und am Wochenende nur dann fahren, wenn man seinen Wunsch, diesen Bus zu benutzen, rechtzeitig telefonisch angemeldet hat. Der Gatte musste allerdings erfahren, dass eine Stunde vorher alles andre als rechtzeitig ist, zumindest am Wochenende. Zudem zahlt man für diesen Spaß einen Euro Komfortzuschlag. Da fährt man doch lieber gleich mit dem Auto, denn da braucht man von Haus zu Haus nur eine gute Stunde und weiß, dass man ankommt.
Hat man auf der Strecke jedoch eine Panne und das dann auch noch auf einer der nur wenig befahrenen Landstraßen und in der Nacht, dann hängt man fest und muss sich in Geduld üben. Aber das passierte in all den Jahren nur einmal.
Nun bin ich sehr gespannt, wie das bei Euch so ist mit den Autos und dem Verkehr.
Lieben Gruß
Katala