Donnerstag, 4. Oktober 2012

Herbstkinder


Etwas spät im Jahr fiel's der einen Henne ein, dass sie ja brüten könnte. Und nun haben wir vier Kücken, vier putzige Flauschbälle auf zwei Beinen, die hoffentlich den Winter überleben. Noch können sie sich vor den kalten Herbstwinden unter das Gefieder der Glucke retten. Doch bald ist Schluß damit und dann werden wir eine Rotlichtlampe in den Stall hängen müssen.


Aber vielleicht lässt die Kälte ja auch noch eine Weile auf sich warten und die Kücken sind dann schon groß und kräftig genug, um sich keinen Schnupfen mehr zu holen.
Inzwischen sind sie schon gut zwei Wochen alt, haben winzige Flügel, mit denen sie wild schlagen, wenn sie über den Hof rennen, und benehmen sich grad so, als seien sie schon richtige Hühner. Leider habe ich es nicht mehr geschafft, noch einmal Fotos zu machen.


Die Koffer mussten gepackt werden, denn bald geht's ab zur Reha. Dort werde ich dann zwar meinen Läptopf und einen Internetstick haben, aber ob das auch funktioniert, wird sich zeigen. Wenn's hier also in den nächsten Wochen sehr ruhig sein wird, dann klappt das mit der Technik nicht.

Ich wünsche Euch allen eine schöne Restwoche und eine schönes Wochenende und bis die Tage.
Man liest voneinander.
Lieben Gruß
Katala

Freitag, 28. September 2012

Er lebt wieder

Erst machte er komische Geräusche und dann gar nichts mehr. Hin war er, futsch, kaputt. Nur noch ein Haufen nutzlosen Blechs. 
Doch dank des lieben Schwiegersohns geht der Computer wieder. Und für ähnliche Fälle in der Zukunft und für die Reha-Zeit hat er mir der Gute Gatte auch gleich noch einen alten Laptop aufgesetzt. Denn was ist man ohne Computer heutzutage? Ein Nichts. Ein hilfloser Wurm. Ohne Zugriff auf seine eigenen Gedanken. Und was die anderen so denken? Keine Ahnung.
Nee, das braucht man nicht. Will ich auch so schnell nicht wieder haben.


Allerdings hat man ohne Computer gleich mehr Zeit am Tage für das richtige Leben. Auch nicht schlecht. 


Einen Hagebuttenkranz hätte ich allerdings aber auch mit funktionierendem Computer gebunden. Mein klassischer Herbstkranz. Jedes Jahr wieder. Etwas Moos, Heu und Erika dazwischen - und nie finde ich es langweilig.


In der Mitte brennt abends ein Teelicht und so ist es schon ein kleiner Vorgeschmack auf Weihnachten.

Euch allen einen schönen Resttag und mögen die Computer mit Euch sein.

Lieben Gruß
Katala

Freitag, 14. September 2012

Kranz-DIY



Aber bevor es los geht erst einmal vielen Dank für Eure lieben Kommentare und die guten Wünsche für meinen kranken Rücken.  Das hat wirklich sehr gut getan und ich habe mich riesig gefreut.

So und nun will ich versuchen zu erklären, wie man einen Kranz windet. Eigentlich hatte ich dafür etwa hundert Fotos gemacht, beim Durchsehen aber festgestellt, dass sie nichts wirklich erklären. Es wäre wohl besser gewesen, ich hätte mir erst Gedanken und dann Fotos gemacht. Darum habe ich es nun mit den beiden - zugegeben etwas kläglichen - Zeichnungen versucht. Ich glaube die sind eindeutiger.

Doch nun genug der langen Vorrede. Es kann losgehen.

Alles, was Ihr für den Kranz braucht, sind ein paar schöne lange, frisch geschittene Ranken ohne Blätter. Sie sollten mindestens so um die zwei Meter lang sein.


Schritt 1:

Ihr fasst die Ranke etwa zehn Zentimeter hinter dem dicken Ende und wickelt sie zweimal auf, so wie man eine Wäscheleine aufwickelt. Welchen Durchmesser Ihr wählen müsst, sagt Euch die Ranke. Je dicker die Ranke ist, desto größer sollte der Durchmesser sein, damit sie nicht bricht.  Aber ein bisschen quälen könnt Ihr sie schon.



Schritt 2:

Nun müsst Ihr duch Euer Rankengewinde durchfassen, Euch das lange Ende der Ranke angeln und vorsichtig ziehen. Achtet darauf, dass sich die Ranke nicht in sich selbst verdreht, sonst bricht sie zu schnell.

Lasst der Ranke beim Festziehen immer einen großen Bogen, der etwa die Hälfte des Kranzumfangs einnehmen sollte, dann schmiegt sie sich wie von selbst an.
Dann die Ranke erneut durch- und festziehen und schon hat das Ganze etwas Stabilität.
Und dann wieder durch und wieder durch bis die Ranke aufgebraucht ist. Die überstehenden Enden biegt Ihr mit in den Kranz und steckt sie dort fest. Fertig.

Sollte Euch der Kranz jetzt noch zu dünn sein und Ihr habt noch mehr Ranken, könnt Ihr diese natürlich auch noch mit einwinden. Dazu nehmt ihr das dicke Ende und steckt es so in den Kranz, dass es sich einfügt. Also nicht von oben, sondern schräg, damit es sich ganz unauffällig anschmiegt (siehe oberes Foto). Und ist die Ranke mehrfach verzweigt, so wie meine da oben, dann ist das zwar ein wenig fisseliger, geht aber sehr viel schneller.

Wenn die Ranke doch einmal bricht - kein Problem. Zieht sie vorsichtig straff und dreht sie so, dass sie stabilisiert wird.


Man kann für einen solchen Kranz natürlich nicht nur Wilden Wein nehmen. Alles was Ranke und/oder flexibel ist, kann man zu einem Kranz winden, zu einem großen, zu einem kleinen oder auch zu einem ganz winzigen.

So, nun wüsche ich Euch ein schönes Wochenende und vie Spaß beim Nacharbeiten. Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt. Wenn nicht, dann lasst es mich wissen.

Lieben Gruß
Katala

Edit: Habe mal eben die Überschrift geändert. Wer braucht schon einen Jungfernkranz?!

Mittwoch, 12. September 2012

12 von 12 (September)

Zwölf Fotos von diesem Tag, einem stinknormalen Mittwoch.Da mache ich doch mit.



Aber erst einmal Tee, ganz viel Tee. Dann die Pillen eingeworfen. Ist nix, wenn man Rücken hat, es hier ziept und da schmerzt, man alleine zu Hause herumhängt, nichts wirklich richtig machen und niemanden mit guten Ratschlägen traktieren kann.




So, Jammermodus wieder aus und vorwärtsgeschaut. Die Reha ist ja bewilligt. Doch vorher Papier, Papier, Papier.



Nach so viel Schreibkram brauche ich etwas Nettes.Und weil ich Kränze liebe und der Wilde Wein gleich hier am Zaun wächst und sowieso schon wieder auf die Straße zu krabbeln versucht, habe ich mir also eine Ranke geschnitten und einen Kranz gedreht und dabei auch gleich ganz viele Fotos gemacht, um demnächst mal eine Anleitung posten zu können, aber kein bisschen darüber nachgedacht, dass es ja draussen und drinnen düster ist.



Der Kranz ist fertig und verdekoriert. Aber die Fotos für die geplante Anleitung sind fast alle unscharf.




Jetzt kommt die Sonne heraus.  Das muss ich nutzen. Also zurück an die Werkbank und Herbstdeko basteln.


Zum Herbst will mir dieser  blaue Topf jedoch so gar nicht passen. Meine Azalee braucht ein anderes Gefäß. Doch bevor ich mich diesem Problem widme, hole ich mir neue Ranken und drehe, solange die Sonne noch scheint, den nächsten Kranz. Wieder mache ich Fotos, sicherheitshalber dieses Mal mit Stativ. 


Der nächste Kranz ist fertig. Wie er entstand, wird ein anderes Mal gezeigt. Ein Topf  für die Blume ist auch gefunden. Etwas Farbe fehlt hier noch. Und was macht eigentlich das Paperweight auf dem Bild? Das sollte doch gar nicht mit drauf.
Man, ist das schon spät. Jetzt habe ich fast den ganzen Tag mit zwei Kränzen verdaddelt. Nun aber schnell ein wenig Ordnung schaffen.


Dann ist es Zeit, mal ans Essen zu denken. Das habe ich den ganzen Tag irgendwie vergessen. Also schnell den Tisch decken. Und weil es heute nur Aufgewärmtes von gestern gibt, muss wenigstens ein wenig Deko her, sonst ist der Tisch so leer.


Noch ein Foto von rechts und ein Foto von links - ich kann mich grad nicht entscheiden, von welcher Seite es mir besser gefällt. Dann endlich essen und sitzen und plaudern.



Bevor sie wieder ins Schatzkästchen wandern noch eine Großaufnahme von den kleinen Kränzen. Nun muss ich mich aber beeilen und schnell die Post zu Caro von DRAUSSEN NUR KÄNNCHEN tragen. Dort findet Ihr auch all die anderen 12 von 12 im September. Die schaue ich mir aber erst morgen an.


Zum Abschluss des Tages muss ich nämlich wenigsten noch für ein Viertelstündchen in meinen Wohnsessel zum Häkelzeug. Oh, ich sehe gerade, die Decke sollte ich vorher richten. Dann drückt's nicht so am Hintern.


Edit: Huch, irgendwie hatte sich das zwölfte Foto verbummelt. Aber hier ist es jetzt wieder.


Euch allen eine gute Nacht. Schlaft schön und träumt was Nettes.
Katala

Dienstag, 11. September 2012

Ich komm' hier grad zu gar nix

Leute, tut mir leid. Ich weiß, ich sollte mich mehr um die/der/das Blog kümmern. Hier standen  ja sogar noch Giveaways, die schon längst ihren Gewinner gefunden haben. Wie peinlich. Und zum kommentieren komme ich im Moment auch kaum. Seid bitte nicht sauer.


Die Ernte hat uns voll im Griff. Wir sie leider noch nicht so richtig. Wir sind noch in der Phase des Übens.
Wir würden so gerne hunderte Flaschen Apfelsaft haben. Einen kompletten Wintervorrat. Und natürlich auch entsprechende Mengen an eingeweckten Pflaumen und Birnen. Und Apfelmus - meine Lieblingsspeise.


Äpfel haben wir hier genug. Jeder zweite Feldweg ist mit herrlichsten alten Sorten bepflanzt. Die Äpfel liegen hier im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße. So sind meine Tochter und ich am Samstag losgezogen, um noch einmal alle Eimer zu füllen.


Aber dann wollte der alte Dampfentsafter nicht so wie wir. Vier Stunden um aus fünf Kilo Äpfel einen kläglichen Liter Saft herauszuquälen. Wir brauchen dringend einen neuen.


Und einen Einwecktopf, den brauchen wir auch, denn mit dem Haus haben wir etwa hundert alte Rillengläser übernommen. Wenn wir die benutzen könnten, wäre das Gläserproblem gelöst. Aber wir haben halt nur die Gläser. Keine Gummis. Keine Klemmen.

 


Gestern hieß es darum also erst einmal ausschwärmen, um herauszufinden, ob man das, was man heute an Einweckzeug zu kaufen bekommt, auch für die alten Gläser benutzen kann.  Bei den Klemmen sind wir fündig geworden. Mit den Gummis hat es noch nicht geklappt.


Wenn einer von Euch Erfahrungen mit diesen alten Gläsern hat - ich wäre für jeden Tip dankbar.

Habt alle einen schönen sonnigen Resttag.
Lieben Gruß
Katala

Freitag, 7. September 2012

Das Geheimnis des kleinen Eies


Diese kleine Murmel da im Eierbecher ist ein Ei. Winzig und schwer. Eines unserer Hühner hat es vor einigen Wochen gelegt. Ich hatte davon erzählt.
Eigentlich wollte ich es ja als Rarität aufheben, doch dann war die Neugier, was da wohl drin ist, doch größer als die Besitzgier. Und so haben wir es neulich gekocht.
Ihr ahnt ja gar nicht, wie aufregend es sein kann, ein Ei zu kochen. Es war ein Ereignis. Alle rätselten: Was verbirgt sich unter der Schale? Verbirgt sich überhaupt irgendetwas unter der Schale? Die Spannung stieg schier ins Unermessliche.Es schien Stunden zu dauern, bis das Ei fertig gekocht war. Immer wieder fragten die Kinder, wann ist es denn so weit. Und schließlich war es soweit.  Drei derbe Schläge brauchte es, bis die Schale endlich knackte. Dann lüftete das Ei langsam sein Geheimnis.


Ihr werdet es kaum glauben - im Ei war ein Ei. 


Nur ohne dat Jelbe vons Ei.

Euch allen einen schönes Wochenende.

Katala

Donnerstag, 6. September 2012

Erntechaos



Wie schafft Ihr das nur? Was immer Ihr macht - Ihr habt schöne Fotos davon. Wir waren einfach nur froh, irgendwie Herr/Frau der Obstberge zu werden. Eimerweise Äpfel, Birnen, Pflaumen und natürlich nicht genügend Gläser. Und natürlich auch nicht genügend große Töpfe.
Was hätten wir darum gegeben, wenn der alte Waschkessel noch funktionierte. Ihr wisst, so ein Ding, wo man früher erst die große Wäsche und dann die kleinen Kinder darin schrubbte. Ich wurde einst noch in so einem Kessel gebadet. Nein, nicht im Waschwasser. Das Badewasser wurde selbstverständlich extra angeheizt. 
Ja, würde unser Kessel noch funktionieren, hätten wir alle Pflaumen auf einmal verkochen können. Nur hätten wir dann nicht gewußt wohin mit all dem Mus, es sei denn, wir wären nachts um die Häuser gezogen und hätten um Gläser gebettelt oder den Glascontainer geknackt, in der Hoffnung, dass unordentliche Mitbürger die Gläser mit Deckel hineinwerfen. Wäre beides bei Nachbars aber sicher nicht so toll angekommen. So haben wir uns also beschieden und für den Pflaumenmus nach altem Familienrezept den großen Gänsebräter genommen.
Da dieses Rezept wahrscheinlich sowieso jeder zehnte kennt, kann ich es ja auch veröffentlichen. Ist sowieso kein richtiges Rezept, eher eine Anleitung.
Das Wichtigste für diesen Pflaumenmus sind übrigens die Nüsse, grüne Walnüsse. Man braucht mindestens so ein rotes Sieb, wie oben auf dem Foto, übervoll - im ungeknackten Zustand. Und dann geht's los:
Erst einmal den Bräter mit Essig ausreiben. Das soll das Anbrennen verhindern. Dann entkernte, richtig reife Pflaumen bis an den Rand, Deckel drauf und ab in die Röhre. Erst einmal schön heiß, bis alle Pflaumen gar sind. Dann mit dem Pürierstab durch, geknackte Nüsse dazu und ohne Deckel auf kleinster Flamme (so etwa 150 Grad) einkochen lassen. Etwa alle halbe Stunde einmal umrühren und wenn das Mus die gewünschte Konsistenz hat (nach ca. fünf/sechs Stunden), in Gläser füllen. Fertig. Dann hat man das leckersten Pflaumenmus aller Zeiten.


Und wenn man beim Nüsseknacken die Handschuhe vergisst, hat man dann auch die dreckigsten Finger aller Zeiten. Und das für etliche Tage.


Da hilft kein Schrubben, kein Baden. Da hilft nicht einmal Kukident. Da muss man dann mit leben können. Grüne Nüsse färben nämlich waschecht. Aber da haben wir im allgemeinen Erntechaos nicht dran gedacht. 
Nun wünsche ich Euch einen schönen Tag und vergesst die Handschuhe nicht.
Ich drehe jetzt erst einmal eine Blogrunde. Keine Angst, ich hinterlasse keine Flecken auf Euren Seiten. Das färbt nicht ab. Ich hoffe nur, mich sieht keiner mit diesen pottigen Patschen.
Lieben Gruß
Katala

Dienstag, 28. August 2012

Dekospiele #1

Die kleine schäbige Kammer wird langsam zum Salon. Die Löcher sind verputzt. Die Wände sind geweißt. Das Fenster ist fertig. Jetzt fehlt noch  die Heizung. Auf die warte ich. Sehnsüchtig. Verzweifelt. Denn bevor nicht der Monteur da war, macht es überhaupt keinen Sinn, sich um Fußboden und  Scheuerleisten zu kümmern. Lieber Herr Monteur, bitte komm doch bald. Ich will weitermachen. Ich will fertig werden. ICH WILL EINRÄUMEN.
Und weil ich nicht gerade der Geduldigsten eine bin, musste ich am Sonntag schon ein wenig probedekorieren.


Es fing alles ganz harmlos an. Nun ja, das tut es ja immer. Erst nur ein Kränzlein und ein Sträußlein. Aber wartet's ab, es wird bald mehr. So an die dreißigtausend Variationen habe ich ausprobiert. Das sind 'ne Menge Bilder.


Die Hagebutten sind übrigens vom Straßenrand. Das ist das Schöne daran, wenn man über die Dörfer fährt - man kann sich immer gleich ein wenig Grünzeug einsammeln. Den Kranz habe ich aus einer langen Ranke von wildem Wein gedreht. Und beides war eigentlich für die Schlafkammer gedacht.


Doch als ich es dann in die kleine schäbige Kammer geschleppt hatte, habe ich mich prompt in die Nische und vor allem in deren schmale Kante verliebt. Und da ging's los. 


Diese Decke hat meine Großmutter dereinst noch gehäkelt. Sie lag bei ihr oft auf dem Wohnzimmertisch. Als junges Mädchen fand ich dieses Teil schrecklich piefig. Damals hätte ich es gerne im Müll versenkt.


Jetzt bin ich froh, dass ich es habe. Man kann so wunderbare Dekospiele damit spielen. Aber auch mit der kleinen Decke klappt das. Die habe ich vom Flohmarkt.


Sie ist nicht gehäkelt, sondern gegabelt. Keine Ahnung, wie das geht. Ich weiß nur, dass so etwas eigentlich gestärkt und gespannt gehört. Mag ich aber nicht, denn dann kann ich ja gleich ein Brett nehmen. Und das habe ich dann auch getan.


Einmal  Brett oben. Einmal Brett unten.


Und dann hatte ich von den Hagebutten genug und habe mir den Strauß aus der Küche geholt.


Der ist auch vom Straßenrand. Nein, nicht geklaut. Ordentlich beim Bauern gekauft.


Wenn bunt, dann aber richtig. Also die alten Bildbausteine dazu.


Und nun die Holzklötze ohne Blumen.  
Sind diese alten Bausteine nicht wunderschön? Es sind Fundstücke. Niemand wollte sie mehr haben. Da wurden es ganz schnell meine.


Und nach diesem Bild war meine Lust auf Bunt auch schon wieder vorbei.

Hallo? Liest hier noch jemand? Echt? Wie schöööön!

Ich habe noch ganz, ganz viele Fotos. Aber ich brauche erst einmal eine Pause.

Euch allen einen schönen Tag.
Lieben Gruß
Katala

Montag, 27. August 2012

Mordgelüste

Unser Hahn war ja nie ein besonders sanftes Wesen. Er konnte noch nicht richtig krähen, aber einem ins Bein hacken, das konnte er schon.Wir haben sein schlechtes Benehmen mit allem möglichen entschuldigt,  aber nun ist Schluss.
Als ich gestern hinters Haus wollte, um nach den Obstbäumen zu sehen, hatte ich mir extra ein Stück Melone mitgenommen, um den Raufbold milde zu stimmen. Das schien auch erst zu klappen. Doch als ich schon fast fünf Meter von ihm entfernt war, wollte dieser häßliche, kleine Flugraptor doch tatsächlich versuchen, mich am Genick zu kriegen. Von hinten kam das feige Mistvieh angerannt und hob ab. Ich sah's zum Glück aus den Augenwinkeln und konnte ihm mit dem Sieb, das ich eigentlich fürs Fallobst mitgenommen hatte, in den Holunderbusch befördern. Das verbesserte seine Laune nicht eben. Noch zweimal versuchte er, mir an den Hals zu gehen. Noch zweimal musste ich ihn wie einen übergroßen Tennisball aus der Luft schlagen . Alles ging irrsinnig schnell. Dann standen wir uns gegenüber. Mir zitterten die Knie. Dieser  missratene Kreatur dröhnte hoffentlich der Schädel. Für einen kurzen Moment war Waffenruhe. Ich konnte  schnell das Obst und dazu noch einen Stock als Waffe für den Rückweg einsammeln. Den trat ich übrigens rückwärts an, um dieses hinterhältige Biest keine Sekunde aus den Augen zu lassen. 
Und selbst wenn das schwanzlosen Ungeheuer mal eben noch schnell  goldene Eier legte - sein Schicksal ist besiegelt.

Wie trällerte der Gute Gatte so nett:
Bald essen wir den Suppenhahn,
den gestern wir noch huppen sah'n.

So. Jetzt gehe ich ins Bett und träume von Hühnerbrühe.

Euch allen wünsche ich einen friedvollen Start in die Woche.

Lieben Gruß
Katala

Freitag, 24. August 2012

Unsere erste Ernte



Die Pfirsiche sind reif. Hurra! 




Also ran an die Bäume und pflücken. Erst vom einen Baum. Dann vom anderen Baum. Dann war die Schüssel voll und wir hatten acht Kilo. Dazu noch einen großen Korb mit Weintrauben. Machte zusammen elf Kilo. Ach ja, und dann noch die Falläpfel, die schon da waren. Irgendwie haben wir vergessen, die zu wiegen. Wahrscheinlich, weil wir alle ganz schnell zu unserer wohlverdienten Obstpause wollten.


Danach hieß es Küchendienst und nun sind wir stolze Besitzer von eingeweckten Pfirsichen, Pfirsich-Apfelmus, Pfirsich-Weintrauben-Saft und Pfirsichlikör.
Mit dem Pfirsichlikör haben wir übrigens begonnen. Darum gibt es davon auch noch ein Foto.


Ich bin gespannt, ob der Likör was wird. Wir hatten nämlich kein Rezept und auch nicht genügend Wodka, nur lauter Reste, die wir wild zusammengepanscht haben, und dann kam noch ein bisschen hiervon und ein bisschen davon dazu. Na, mal schauen. So in vier Wochen werde ich vorsichtig kosten. Bis dahin wird einmal täglich geschüttelt, nicht gerührt.

Bevor ich mich nun ins Wochenende verabschiede, noch einmal einen herzlichen Dank für Eure lieben Kommentare. Ich kann es gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich mich darüber freue.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende. 

Einen lieben Gruß in die Runde
Katala