Freitag, 4. August 2017

Der Juli

Nur noch ein paar Minuten und dann schließt bei Birgitts Monatscollagensammlung die Verlinkung.
Also schnell, denn wenigstens das muss sein.


Auch wenn es auf den Bildern recht sonnig ausschaut, war's ein verdammt nasser Monat mit sintflutartigen Regenfällen, gewaltigen Gewittern und überfluteten Straßen. Aber in Erinnerung bleiben dann doch wohl nur die trockenen Tage, sie sommerlichen, die schönen:
- mehrere Abende an der Dahme gesessen, die Schwäne beobachtet, die Angeln ins Wasser gehalten und gegen die Mücken ein Feuer gemacht;
- die Peter-Sodann-Bibliothek in Staucha besucht - Regale Kilometer - und im angeschlossenen Hoftheater seit langem Mal wieder den Film "Grüne Tomaten" gesehen;
-  beim Spreewaldfest in Lübbenau bewesen, wo am Ende des Kahnkorso hunderte Gurken ins Volk geworfen wurden;
- einen kurzen Tag in Meißen gewesen;
- die ersten Pfifferlinge gegessen und Tomaten vom Balkon;
- an der Sommer MailArt teilgenommen und auch schon den ersten wunderschönen Stoff bekommen - doch darüber später mehr, denn es sind nur noch fünf Minuten Zeit.
Euch allen ein schönes Wochenende
Lieben Gruß
Katala

Donnerstag, 6. Juli 2017

Gartenjuni

Viel Sonne und viel Regen - das war der Juni.


Im Garten gedeiht es. Und weil mich Anfang des Monats erst einmal eine Sommergrippe flachlegte, auch das Unkraut. Aber nicht nur. Es gab fast jeden Abend eine kleine Schüssel Erdbeeren. Die Rosen blühten und Ende des Monats auch schon die ersten Kartoffeln. Die Sauerkirschen, die so schön zu reifen begannen, haben sich inzwischen die Vögel geholt.
Ich habe liebe Post bekommen. Von Birgitt, von Ela und von Manu. Euch Dreien noch einmal ganz, ganz lieben Dank.
Und ich habe einen Blitz gefangen. Mit der Kamera. Zum ersten Mal überhaupt.
Die Collage schicke ich wie immer zu Birgitt Sammlung.
Euch allen noch einen schönen Tag
Lieben Gruß
Katala

Dienstag, 20. Juni 2017

Aller guten Dinge sind drei

Jetzt, wenn alle anderen keinen Gedanken mehr an die Frühlingspost verschwenden und sich schon für die Sommerpost der MailArt Aktionen von Michaela und Tabea eintragen, ist auch für mich das Frühlingsprojekt abgeschlossen. Endlich.
Hätte ich mir Pfingsten nicht eine Sommergrippe eingefangen, wäre es vielleicht schon eine Woche früher gewesen. Aber egal. Nun ist es vollbracht. Alle Teilnehmerinnen aus meiner Gruppe haben ihre Bücher und ich bin zufrieden.
Zweimal hat die Post Bücher von mir verbummelt. Beim zweiten Mal sogar ein Einschreiben. Also zum dritten Mal hingesetzt und von vorne begonnen.


Den Buchblock binden und kleben. Ohne eine ordentliche Presse, nur mit Resthölzchen und  Zwingen vom Schwiegersohn hätte ich dafür gerne sechs Hände gehabt. Was für eine Fisselei mit diesen kleinen Scheißerchen.



Nun den Inhalt rein. Erst vorzeichnen.


Dann ausmalen. Farbe für Farbe.

Den Inhalt für dieses Buch zu finden, war das Schwierigste überhaupt. Ich hatte so gar keine brauchbare Idee. Ich hatte zwar ziemlich schnell ein Zitat gefunden, das mich sofort ansprach: "Grüner Frühling, selbst der Unsinn blüht auf." Doch wieviel und welchen Unsinn verträgt der Frühling? Es sollte ja freundlich und heiter sein - so meinte zumindest die Tochter und bei solchen Dingen hat sie ein besseres Gespür.
Die Zeit verging. Mir fiel nichts Gescheites ein. Die ersten Bücher der anderen kamen bei mir an und ich hätte mich am liebsten tot gemeldet.


Ostern dann endlich platzte der Knoten. Mit Hilfe der Tochter entstand die Geschichte. Wohl weil es gerade Ostern war, hat sich ein Hase hineingemogelt.

Nun hatte ich nur noch eine Woche. Ich saß und zeichnete und malte bis in die Nacht, bis ich nicht mehr sitzen konnte. Es war Streß. Ja, es war Streß. Aber es war positiver Streß. Nur auf Farben und Formen konzentriert zu sein, leert das Hirn auf äußerst angenehme Weise. Es ist wie Meditation.
Und weil das Hirn so nett leer war, habe ich in dieser Phase total vergessen, Fotos zu machen.


Dann die Bucheinbände. Die ersten passten überhaupt nicht. Ich hatte mich gründlich vermessen. Hätte mich meine Schwester nicht eine Nacht lang fernmündlich gecoacht, wäre ich wohl daran verzweifelt. Aber so hat am Ende dann doch alles geklappt.


Die Bücher für meine Gruppe waren fertig und das sogar fast in der Zeit.


Noch Briefumschläge dazu...


...und Karten. Und ab die Post.
Die hat dann das Ihrige dazu getan, dass ich noch zweimal von vorn anfangen durfte.  Aber nun ist alles geschafft. Auch Ela hat endlich ihr Buch.
Schluß mit Frühling. Der Sommer kann kommen.

Euch allen noch eine schöne Restwoche
Lieben Gruß
Katala

Freitag, 2. Juni 2017

Der Mai und die Frühlingsbücherei

Hawusch war er vorbei, der Mai.


Anfangs schien er ja recht gemütlich zu werden, dieser Monat. Da war noch Zeit für Spaziergänge und einen Kurzurlaub in Schmalkalden. Da trödelte ich im Altenteil auf dem Hof herum und die winzigen Gänseküken krochen mir auf der Suche nach etwas Wärme unter den Rock.
Doch dann wurde es plötzlich warm und der Garten schrie. Zudem hat die Post zwei meiner Frühlingsbücher verbummelt und ich habe noch einmal von vorn angefangen, damit jeder aus unserer Gruppe die komplette kleine Bibliothek besitzt. Sie ist so winzig, sie passt zwischen Daumen und Mittelfinger. Herrlich.
Es wurde hektisch. Habe ich nicht an den Büchern gesessen, dann oft bis zur Dämmerung im Garten. Meine wunderschöne Pfingstrose konnte ich  nur im Dunkeln bewundern. Den Balkon meist erst in der Nacht bei Lampenlicht aus dem Zimmer gießen. Die Pflanzen haben es mir gedankt.  Der Garten sieht fast schon aus wie ein Garten und im Balkonbeet wuchert der Salat so üppig, dass wir mit dem Verzehr kaum nachkommen.
Und weil wir hier die letzten  Wochen fette Sommertemperaturen haben, blühten im Garten der Tochter an den geschützten Stellen schon Ende Mai die ersten Rosen.

Weil die Frühlings MailArt, die nun leider vorbei ist, ja auch noch in den Mai gehört, ich es aber bisher nicht geschafft habe, alle Wunderwerke vorzustellen, hänge ich das jetzt hier einfach gleich noch mit an.


Dieses schöne Buch kam von Ela.  Ich war so fasziniert von all den Anregungen, dass ich das Drucken mit Pflanzen sofort selbst probieren musste und darüber wieder einmal das fotografieren vergaß.  Erst als die Karte schon im Buch klebte, fiel mir ein, dass ich ja noch Fotos machen muss. 


Meine Drucke sind übrigens beiweitem nicht so schön geworden, wie die von Ela.


Von Andrea kam das Buch Nr. 8.


Auch dieses Buch eine große Freude. Ausschnitte aus Frühlingsgedichten und dazu Bilder in vielen verschiedenen Techniken.


Als ich Buch 9 von Alex auspackte, war ich erst einmal irritiert. Wie jetzt? Ein ganz anderes Format? Aber nein. Dieses so perfekt gebundene Buch war in einem Buch verpackt.


Gut in Schaumstoff gepolstert können nun meine in diesem Buch verwahrten Frühlingsgefühle das Jahr über ruhen. Eine tolle Idee.


Das 10. und leider letzte Buch kam von Uta. Sie hat zwar keinen Blog, aber hier kann man über die Entstehung dieses Buches mehr erfahren.


Obwohl Uta schreibt, dass sie von Erzgebirgsfiguren inspiriert wurde, erinnern mich diese farbenfrohen Mädchen an alte russische Märchenbücher.
Allen Büchermacherinnen noch einmal meinen herzlichsten Dank. Es war so schön, jede Woche ein anderes kleines Kunstwerk aus dem Briefkasten holen zu können. Schade, dass es nun vorbei ist.
Wie mein Buch entstanden ist, darüber schreibe ich etwas in der nächsten Woche.

Es ist übrigens schon wieder eines meiner Bücher verschwunden. Trotz Einschreiben. Das frustriert mich doch mächtig. Es ist ja nicht eben so, dass man das mal eben in einer Stunde schnell hinzaubert.
Was treibt die Post nur? Von den 92 Büchern, die in unserer Gruppe einmal durch Deutschland, ja sogar bis Österreich hin- und hergeschickt wurden,  sind gleich drei meiner Bücher verschwunden. Ich hoffe sehr, in den anderen Gruppen gab es nicht ähnlich hohe Verlustraten.

Euch allen ein schönes Pfingsfest
Lieben Gruß
Katala

Montag, 8. Mai 2017

Mutterlos

Der Kinder Gänse haben gebrütet. Drei Damen saßen auf Eiern. Als die ersten  Gössel geschlüpft waren, war's für alle Damen ein ausreichendes Ergebnis. Weiterbrüten? Wozu?
Fünf Gössel haben nun drei Mütter. Die verlassenen Eier kamen in den Brutkasten.


In der vorigen Woche sind die nächsten vier Gössel geschlüpft und die haben nun gar keine Mama. Nur nachts nimmt sich eine der Gänse ihrer an.


Tagsüber tapern sie alleine über den Hof.


Hat niemand Zeit, sie zu bewachen, sammelt sie die Tochter ein...


...und sie kommen an einen sonnigen Platz in einen Käfig .


Wird es Abend und die die Sonne ist weg, suchen sie nach einem warmen Schlafplatz. Sie beginnen mit ihrem Müdigkeitssingsang, doch die Nachtmama hört es nicht. Da nehmen sie erst einmal, was sich ihnen bietet:


Das Bein der Enkeltochter...


...und noch lieber meinen Schoß.

Euch allen eine schöne Woche
Lieben Gruß
Katala